Vladislav Scepanovic
großen Kriegstreiber des Jahrhunderts als anbetungswürdige Ikonen mit Heiligenschein darstellt, Khomeini als segnenden Christus, die heile Vorzeigefamilie vor dem Hakenkreuz oder als grinsende Fratzen vor Warner Brother Plakaten der Traumfabrik Hollywood. Scepanovic entwirft eine schöne bunte Welt der Grausamkeiten.

Cultural Industrie macht glücklich, wie eine unten Drogen fanatisch lächelnde junge Frau mit ungesunder Hautfarbe weiß machen will. Ein Pepsikronkorken gerät zur Aureole einer Madonna mit Kind und austauschbare Parolen ziehen sich quer durch das collagenartigen Werk. Auch jüngste Ereignisse werden kommentiert, wenn er Barak Obama vor dem Weißen Haus platziert und mit Zitaten wie he is no real black und exponent of beast versieht. Scepanovic legt mit seiner Kunst unsere Welt frei, er macht die Schichten ersichtlich, unter denen sich Massenverführung breit macht. Ob Westen oder Osten, Scepanovic zeigt: die Mechanismen sind überall die gleichen. Mit seiner Wertediskussion in Form von Bildern trifft Scepanovic mitten ins Herz unserer kranken Welt.



Redaktion:
Dr. Stefanie Lucci